Schlafapnoe: Symptome & Ursachen


Wer sich morgens trotz ausreichend Schlaf wie gerädert fühlt, sucht die Ursache gerne mal im stressigen Alltag. Manchmal lohnt sich jedoch ein Blick auf die Schlafqualität, denn die Ursache kann Schlafapnoe sein, bei der es in der Nacht unbemerkt zu Atempausen kommt.
Junge, schlafende Person

In diesem Ratgeber geht es primär um die obstruktive Schlafapnoe, bei der die oberen Atemwege zeitweise blockiert sind. Schlafapnoe kann die nächtliche Regeneration empfindlich stören, führt bei vielen Menschen zu starker Müdigkeit und kann langfristig den gesamten Körper belasten. Wir erklären die wichtigsten Symptome und zeigen dir, wie du dir passende Unterstützung holen kannst.

Was ist eine Schlafapnoe?

Bei einer Schlafapnoe kommt es im Schlaf immer wieder zu Atempausen oder einer deutlich flacheren Atmung. Typisch für den Verlauf sind lautes Schnarchen, plötzliches Luftschnappen und kurze Wachphasen. An diese Momente des Aufwachens erinnerst du dich am nächsten Morgen häufig überhaupt nicht.

Darum wachst du auf:

Der Körper reagiert auf die gestörte Atmung und die zunehmende Atemanstrengung mit einer kurzen Weckreaktion. Dadurch wird die Atmung wieder normalisiert und du schläfst meist direkt weiter.

Dieser Ablauf kann sich viele Male pro Nacht wiederholen, weshalb das Schlafapnoe-Syndrom deinen Schlaf dadurch stark stören kann. Auch wenn du scheinbar genug Stunden im Bett liegst und eigentlich durchschläfst. Wichtig zu wissen ist, dass Atemaussetzer beim Einschlafen auch andere Ursachen haben können. Diese Symptome sollten daher immer ärztlich abgeklärt werden.

Weitere Formen der Schlafapnoe: zentrale und gemischte Schlafapnoe

Neben der obstruktiven Variante, die wir in diesem Beitrag behandeln, existieren noch andere Formen. Seltener ist beispielsweise die zentrale Schlafapnoe. Bei dieser Form sendet das Gehirn vorübergehend keine Signale an die Atemmuskulatur. Da der Befehl zum Atmen ausbleibt, bewegen sich Brustkorb und Zwerchfell für kurze Zeit nicht und die Atmung stoppt.

Bei einer gemischten Schlafapnoe kommen Elemente beider Formen zusammen. Welche Form bei dir zutrifft, bzw. ob du überhaupt von Schlafapnoe betroffen bist, kann nur ein Arzt sicher feststellen.

Schlafapnoe Symptome erkennen

Die Anzeichen einer Schlafapnoe sind vielfältig und zeigen sich oft auf ganz unterschiedliche Weise. Da die Atemaussetzer im Schlaf stattfinden, bleiben sie von den Betroffenen selbst häufig jahrelang unbemerkt. Es gibt jedoch typische Hinweise, die sowohl in der Nacht als auch am Tag auftreten können.

Häufige Anzeichen in der Nacht

Sehr oft sind es die Partner:innen, denen nächtliche Atemaussetzer zuerst auffallen. Zu den klassischen Anzeichen während des Schlafs gehören:

  • Lautes und unregelmäßiges Schnarchen, das oft von plötzlichen Pausen unterbrochen wird
  • Beobachtete und hörbare Atemaussetzer im Schlaf
  • Plötzliches Aufwachen, das von Luftnot oder Herzrasen begleitet wird
  • Ein allgemein unruhiger Schlaf
  • Ein auffallend trockener Mund am Morgen direkt nach dem Aufwachen
  • Nachtschweiß

Häufige Anzeichen am Tag

Die mangelnde Erholung in der Nacht spiegelt sich unweigerlich im Alltag wider. Wenn der Körper nachts keine Ruhe findet, können folgende Symptome am Tag auftreten:

  • Eine ausgeprägte und starke Erschöpfung, obwohl scheinbar ausreichend Stunden im Bett verbracht wurden
  • Konzentrationsprobleme und Kopfschmerzen in den Morgenstunden
  • Eine spürbare Gereiztheit oder ungewohnte Stimmungsschwankungen
Mann steht in der Küche vor einem Laptop und stützt sich müde auf die Arbeitsplatte und reibt sich die Augen.
© Jacob Wackerhausen | iStockphoto

Unterschiede bei Männern und Frauen

Interessanterweise zeigt sich die Symptomatik bei Männern und Frauen oft unterschiedlich:

Bei Männern steht häufig ein sehr deutliches Schnarchen im Vordergrund, gepaart mit beobachteten Atempausen und schwerer Tagesmüdigkeit.

Bei Frauen hingegen äußert sich eine Schlafapnoe häufiger durch unspezifische Beschwerden. Dazu zählen eine allgemeine Erschöpfung, anhaltende Schlaflosigkeit oder eine depressive Verstimmung. Weil diese Anzeichen weniger eindeutig wirken, wird die Erkrankung bei Frauen oft nicht sofort erkannt.

Auch die Häufigkeit der obstruktiven Schlafapnoe unterscheidet sich zwischen Männern und Frauen. Konkrete Angaben zur Häufigkeit variieren jedoch erheblich – unter anderem abhängig von Alter, untersuchter Population und verwendeter Definition.

Schlafapnoe Ursachen und Risikofaktoren

Die Entstehung einer obstruktiven Schlafapnoe hängt eng mit der Anatomie und der nächtlichen Entspannung unseres Körpers zusammen. Wenn wir einschlafen, entspannt sich unsere gesamte Muskulatur. Bei Betroffenen erschlafft die Muskulatur im Rachenraum im Schlaf jedoch deutlich stärker als üblich. Die umliegenden Weichteile sacken nach hinten, wodurch die Atemwege enger werden oder zeitweise sogar völlig zusammenfallen. Der Körper will zwar weiteratmen, aber die Luftpassage ist blockiert.

Es gibt verschiedene anatomische Merkmale und Faktoren, die verengte obere Atemwege begünstigen. Dazu gehören beispielsweise ein von Natur aus kleiner Unterkiefer, stark vergrößerte Mandeln oder eine dauerhaft eingeschränkte Nasenatmung. Auch das persönliche Körpergewicht spielt eine Rolle, da Übergewicht den Druck auf die Atemwege von außen erhöhen kann.

Zudem gibt es Gewohnheiten, die Atemaussetzer im Schlaf nachweislich verstärken. Alkohol am Abend, das Rauchen sowie bestimmte Beruhigungsmittel lassen die Rachenmuskeln noch tiefer erschlaffen. Auch das Schlafen in Rückenlage begünstigt das Zurückfallen des Gewebes, wenngleich Atemaussetzer generell in jeder Schlafposition auftreten können.

Illustration von Atemwegen beim Schlafen. Links sind die Atemwege frei, rechts sieht man, wie ein Teil der Atemwege blockiert ist.
Vergleich Atemwege beim Schlafen normal (links) und bei Schlafapnoe (rechts)

Diagnose und Behandlung bei Schlafapnoe

Wenn der Verdacht auf nächtliche Atemaussetzer im Raum steht, ist die Hausarztpraxis eine gute erste Anlaufstelle. Dort können die Symptome besprochen und erste körperliche Untersuchungen durchgeführt werden. Je nach Befund folgt in der Regel eine Überweisung an Fachbereiche wie die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, die Pneumologie oder direkt in die Schlafmedizin.

Zur Diagnostik können – abhängig von den Beschwerden, möglichen Begleiterkrankungen und der individuellen Situation – sowohl ambulante schlafmedizinische Untersuchungen zu Hause als auch eine Untersuchung im Schlaflabor eingesetzt werden. Bei unklaren Befunden oder bestimmten Begleiterkrankungen kann eine weiterführende Untersuchung im Schlaflabor erforderlich sein.

Die anschließende Schlafapnoe Behandlung richtet sich ganz nach der Ursache und dem individuellen Schweregrad:

  • Leichtere Formen:
    Hier können oft schon kleine Veränderungen im Alltag eine spürbare Besserung bringen. Dazu gehören die gezielte Vermeidung der Rückenlage beim Schlafen, der Verzicht auf Alkohol am Abend, eine Gewichtsreduktion bei Übergewicht oder Maßnahmen für eine bessere Nasenatmung.
     
  • Überdrucktherapie:
    Eine der wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten der obstruktiven Schlafapnoe ist die Überdrucktherapie, insbesondere bei ausgeprägter Tagesmüdigkeit sowie abhängig von Schweregrad und Begleiterkrankungen. Diese sogenannte CPAP-Therapie gilt als wichtige medizinische Standardtherapie, bei der ein leichter Überdruck die Atemwege während des Schlafs offen hält.
     
  • Spezielle Zahnschienen:
    In bestimmten Fällen kann auch eine Unterkieferprotrusionsschiene eine sinnvolle Lösung sein.
     
  • Begleitende Maßnahmen:
    In bestimmten Fällen können ergänzende Maßnahmen, beispielsweise spezielle Übungen der Mund- und Rachenmuskulatur, sinnvoll sein. Welche Maßnahmen geeignet sind, sollte individuell medizinisch beurteilt werden.

Schlafapnoe-Hilfsmittel und Unterstützung aus dem Sanitätshaus

Passende Hilfsmittel bei Schlafapnoe können den Alltag mit der verordneten Therapie deutlich erleichtern. Zum Spektrum moderner Versorgungen zählen vor allem das klassische CPAP-Schlafapnoe Gerät sowie exakt abgestimmte Masken, Schläuche, Filter, Befeuchter und das richtige Reinigungszubehör.

Für den Erfolg der Therapie ist es wichtig, dass die Maske gut passt, möglichst dicht und angenehm sitzt und das Therapiegerät entsprechend der ärztlichen bzw. therapeutischen Vorgaben eingestellt und regelmäßig angewendet wird.

Ein qualifizierter Fachhändler kann dich bei der genauen Anpassung, der fachlichen Einweisung und der Auswahl des Zubehörs kompetent unterstützen. Gerade in der Anfangsphase ist diese persönliche Beratung im Sanitätshaus besonders wichtig, falls die Maske einmal drückt, Luft entweicht oder du dich erst an das Schlafapnoe Gerät gewöhnen musst.

Auch bei allen späteren Fragen zur Pflege, der täglichen Handhabung und der schnellen Versorgung mit wichtigen Ersatzteilen ist der qualifizierte Fachhändler ein wichtiger Ansprechpartner.

Die Grundlage jeder Versorgung bleibt dabei immer die vorherige ärztliche Diagnose und Verordnung.

Ein Mann mittleren Alters liegt seitlich schlafend im Bett
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Wenn Schlafapnoe die Ursache deiner Schlafprobleme ist, können passende Hilfsmittel aus dem Sanitätshaus dich gezielt unterstützen. Sie helfen dabei, deine Atemwege während der Nacht offen zu halten und verbessern so die nächtliche Sauerstoffversorgung und Erholung.

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Häufige Fragen zur Schlafapnoe

Hinweise & Disclaimer:

Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen ersetzen keine ärztliche Diagnose. Lass anhaltende oder starke Beschwerden bitte medizinisch abklären.